Im Papaya Paradies – was mich Fidschis fruchtiger Exportschlager gelehrt hat

Wenn es ums Thema Essen geht wissen wir normalerweise ganz genau, welche Lebensmittel wir gerne mögen und welche nicht. Etwas Neues auszuprobieren kostet viele von uns Überwindung und nicht immer ist garantiert, dass wir mit einer positiven Erfahrung belohnt werden. Aus diesem einfachen Grund habe ich seit Jahren sehr erfolgreich einen Bogen um Rosenkohl, Lakritze und Papaya gemacht. Ja, Papaya. Weil Papaya, die man in Deutschland kaufen kann, in etwa so schmeckt, als hätte sie schon einmal jemand vor mir verzehrt.

Dabei ist mir durchaus bekannt, wie gesund Papaya ist: Sie hemmt das Wachstum von Krebszellen, reguliert die Verdauung, hilft bei Magen-Darm-Beschwerden, Falten und und und. Ein Alleskönner – zumindest laut Internet und der Apotheken-Umschau. Aber warum sollte ich dieses geschmacklose, fade, orangefarbene Etwas essen, wenn ich es genauso gut durch andere tropisches Köstlichkeiten wie zum Beispiel Ananas, Mango oder Melone ersetzen kann?

Oh, wie habe ich mich getäuscht! Denn sofort nach meiner Ankunft in Fidschi habe ich mich verliebt, und zwar in Papaya! Ich konnte es anfangs selbst nicht glauben: Hier auf der anderen Seite der Welt schmeckt die nahe Verwandte der Melone Melonen Millionen mal besser! Im Ernst!

Papaya und andere lokale Köstlichkeiten auf einem Markt in der Hauptstadt Suva

Papaya und andere lokale Köstlichkeiten auf einem Markt in der Hauptstadt Suva

„Ist doch klar, dass Früchte frisch vom Baum, angebaut in ihrem tropischen Ursprungsland, immer besser als die nach Deutschland exportierte Version schmecken“, wird sich jetzt der ein oder andere Leser unter euch denken. Stimmt. Aber wenn man noch nie eine echte Papaya aus Fidschi probiert hat, dann kennt man den Unterschied leider nicht.

Nach mehreren tiefgehenden Papaya-Diskussionen mit einigen Einheimischen und Auswanderern habe ich außerdem gelernt, dass es hier auf Fidschi die besten Papaya DER WELT gibt. Besser als ihre Verwandten in Südamerika, dem Ursprungsort der Papaya. Und besser als ihre Nachbarn auf Hawaii. Ob das nun rein fidschianischer Nationalstolz ist, oder wissenschaftlich begründet, kann ich leider nicht beurteilen. Meine Geschmacksnerven sagen mir allerdings, dass an dieser Aussage definitiv etwas dran ist.

Und was ist nun die Quintessenz dieses Posts? Ganz einfach: Es lohnt sich immer, anfängliche Vorurteile über Bord zu werfen und einfach mal zu probieren. Und vielleicht findet man dabei dann sogar ein neues Lieblingsessen. Wenn ich in Zukunft an Fidschi denke, dann denke ich jedenfalls zuallererst an Papaya.

In diesem Sinne: Probieren geht über Studieren, und deshalb ermuntere ich euch dazu, diese Woche mal wieder etwas Neues zu probieren! Es lohnt sich!

Und wenn ihr Lust habt, dann teilt eure Erfahrungen mit mir und schreibt einen Kommentar!

Always happy travels!

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One response to “Im Papaya Paradies – was mich Fidschis fruchtiger Exportschlager gelehrt hat

  1. wir haben dasselbe auf Kuba mit Mangos erlebt. Es ist wirklich nicht zu vergleichen mit Früchten die man bei uns in Deutschland kaufen kann. Leider kann man nicht für jede Frucht zu ihrem Ursprungsland fliegen, aber vielleicht hilft die Erinnerung über die Zeit bis zur nächsten Reise hinweg. Lg Irene Mittermair

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